Private Kinderbetreuung in Mannheim und Ilvesheim
mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt
Inhaberin: Dr. Anja Dhein

Eingewöhnung

Auf den Anfang kommt es an

Für ein Kind bedeutet der Besuch einer außerfamiliären Betreuungseinrichtung eine neue und ungewohnte, aber auch spannende und aufregende Erfahrung. Dies kann für das Kind eine große Entwicklungschance sein. Der Übergang von der Familie in die Betreuungseinrichtung muss daher so gestaltet werden, dass das Kind die Erfahrung machen kann „Ich werde nicht allein gelassen, ich bekomme Unterstützung, solange ich sie brauche.“ So ist eine gute Grundlage geschaffen für eine Betreuungszeit, in der sich das Kind sicher und wohl fühlen kann und seine Entwicklung positiv verläuft.

Im D(H)EIN Entdeckeruniversum wird jedes Kind bei der Eingewöhnung behutsam in die bestehende Gruppe eingeführt. Unser Handeln ist dabei geprägt von individuellem und flexiblem Verhalten dem Kind und seinen Eltern gegenüber. Die Eingewöhnungszeit ermöglicht dem Kind, intensive soziale Beziehungen zu anderen Kindern und zu den Betreuungspersonen aufzubauen! Für die Eingewöhnung Ihres Kindes in unserer Kinderbetreuung nehmen wir uns bewusst viel Zeit. Die Eingewöhnung verlangt von Ihnen als Eltern, unserem Team und dem Kind eine hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen müssen. Die Zeitdauer, die die Eingewöhnungsphase einnimmt, wird allein vom Kind vorgegeben. Dabei ist zu beachten, dass jedes Kind anders ist. Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Alltag in der Einrichtung und die Trennung von den Eltern gewöhnen können, brauchen andere bis zu sechs Wochen, um sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Aus diesem Grund gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten, zu denen gewisse Dinge geschehen müssen. Die Eingewöhnung im D(H)EIN Entdeckeruniversum erfolgt nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, in der Regel über einen Zeitraum von vier Wochen. Je nach Bindungsverhalten und Entwicklungsstand der Kinder kann jedoch die Eingewöhnungszeit bei jedem Kind unterschiedlich lang sein. Die gesamte Eingewöhnung kann daher den Zeitraum von zwei bis sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Aufnahmegespräch

Vor Beginn der Eingewöhnung führen wir mit den Eltern ein Aufnahmegespräch. Dabei werden die Eltern über den Ablauf und die Dauer der Eingewöhnung, die Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität und die Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss der Eingewöhnung informiert. Ziel ist es, die Eltern und das Kind kennenzulernen und Eltern und Kind Sicherheit zu geben, um den Einstieg in unsere Einrichtung zu erleichtern.

Die ersten Tage

In den ersten Tagen soll sich das Kind langsam an die neue Umgebung, die neuen Räumlichkeiten sowie an die Betreuer und die anderen Kinder gewöhnen. In dieser Phase bleibt die Bindungsperson mit dem Kind höchstens 1 bis 2 Stunden in unserer Einrichtung. Die Betreuerin erlebt die Bindungsperson in der Interaktion mit ihrem Kind. Sie beobachtet die Bindungsperson und das Kind und begleitet diese Phase durch intensive Gespräche. Die erste Phase kann sich über einen Zeitraum von 3 Tagen bis zu einer Woche erstrecken. Nimmt das Kind wiederholt von sich aus zur Bezugsbetreuerin Kontakt auf oder wendet sich ihr zu, kann die zweite Phase beginnen.

Die zweite Woche

Zunächst bietet sich die Betreuerin an, um kleine Aktionen am und mit dem Kind zu übernehmen. Im Beisein der Bindungsperson erlebt das Kind den Tagesablauf. Es erfolgt ein erster Trennungsversuch, der nicht länger als 30 Minuten andauern soll. Die Bindungsperson verabschiedet sich und verlässt den Raum, bleibt jedoch in der Einrichtung. Dabei sind die Reaktionen des Kindes der Maßstab für die Fortsetzung oder den Abbruch des Trennungsversuches.

Die dritte Woche

In der dritten Woche übernimmt die Bindungsperson die Rolle des Beobachters. Die Bezugsbetreuerin versorgt und betreut das Kind während dieser Phase, obwohl sich die Bindungsperson im Raum befindet. Die Bindungsperson kann die Interaktion zwischen Bezugsbetreuerin und Kind beobachten und Fragen dazu stellen. Durch das Miterleben kann in der Bindungsperson ein Gefühl der Sicherheit wachsen. Wenn sich das Kind von der Bezugsbetreuerin trösten ließ und gelassen auf die Trennung von der Bindungsperson reagiert hat, kann ab der dritten Woche eine regelmäßige Trennung zwischen Bindungsperson und Kind erfolgen, die zeitlich von Tag zu Tag verlängert wird. So lernt das Kind, "Mama/Papa kommt wieder und nimmt mich mit, wenn sie/er die Einrichtung verlässt".

Die vierte Woche

Die Bindungsperson hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch jederzeit erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Beziehung zur Bezugsbetreuerin noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.

Nach der vierten Woche führt die Bezugsbetreuerin mit den Eltern ein Abschlussgespräch. Dabei wird der Verlauf der Eingewöhnung gemeinsam besprochen. Danach wird entschieden, ob das Kind vollständig eingewöhnt ist oder ob die Eingewöhnungsphase verlängert wird.

Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Betreuerin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Kind gegen den Weggang der Bindungsperson protestiert (Bindungsverhalten zeigt), sich aber schnell von der Betreuerin trösten lässt, Explorationsverhalten zeigt und in guter Stimmung spielt.